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Modul: Boden - Informationen
Kapitel: Bodenkörper
Seitentitel: Kreislauf der Gesteine

Der Kreislauf der Gesteine (s. Abb.) bietet ein einprägsames Schema, um genetische Verbindungen zwischen den verschiedenen Gesteinsarten herzustellen.

Kreislauf der Gesteine
Rothe, P. (2002), S. 13

Magmatite entstehen durch Abkühlung magmatischer Schmelze, wenn diese in die Erdkruste oder bis hinauf an die Erdoberfläche aufdringt. Diese Prozesse laufen an den konvergierenden und divergierenden Plattenrändern sowie in Riftzonen ab, oder werden durch andere Austauschprozesse zwischen Erdmantel und -kruste (u.a. hot spots) hervorgerufen. Das Krustenmaterial unterliegt an der Erdoberfläche der Verwitterung und Erosion, es wird abgetragen und anderenorts zunächst als unverfestigte Sedimente wieder abgelagert. Die Sedimentation geschieht meist in schichtigen Lagen. Unter der Last weiterer Ablagerungen erhöht sich der Druck auf die unteren Sedimentschichten. Durch Auskristallisation mineralhaltiger Lösungen und durch Auspressen von Wasser schließen sich die Porenräume. Bei diesem als Diagenese (Verfestigung) bezeichneten Vorgang bilden sich aus den zuvor unverfestigten Ablagerungsgesteinen verfestigte Sedimentgesteine.

Wenn die Absenkung von Gesteinen - egal ob Magmatite oder Sedimentite - in größere Tiefen durch Druck und Hitze Umwandlungen im Mineralbestand hervorruft, dann entstehen Metamorphite. Gerade im Bereich von Subduktionszonen ist davon auszugehen, dass Gesteine der Kruste vollständig aufschmelzen und somit das feste Gestein wieder in flüssiges Magma überführt wird.

Literatur:
BAUER, J. et al. (2002): Physische Geographie kompakt. Heidelberg - Berlin
LESER, H. (Hg.) (1998): Diercke-Wörterbuch. Allgemeine Geographie. Braunschweig
NEEF, E. (1977): Das Gesicht der Erde. Frankfurt/M.: Thun
ROTHE, P. (2002): Gesteine. Enstehung - Zerstörung - Umbildung. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft