PROJEKT HYPERSOIL     Pfad: http://hypersoil.uni-muenster.de/1/02/15.htm
Modul: Boden - Werkstatt
Kapitel: Regenwurm-Werkstatt
Seitentitel: Hautmuskelschlauch mit Schleimschicht

Wenn sich ein Regenwurm fortbewegt, kann man beobachten, dass sich seine Körperlänge und sein Körperdurchmesser analog zu der Größe der Segmente verändern. Zurückzuführen ist dieses Phänomen auf den Hautmuskelschlauch, der den Regenwurmkörper umhüllt. Haut und Muskulatur bilden hier eine funktionelle Einheit. Dieser Hautmuskelschlauch kann sich zusammenziehen, wodurch sich die Größe der Segmente und die Körperform verändern. Der Regenwurm wird kürzer und dicker.

Die Hautoberfläche des Hautmuskelschlauches wird von einer Schleimschicht bedeckt, die verschiedene Funktionen erfüllt. Zum einen hält sie den Regenwurm feucht und unterstützt dadurch die Hautatmung (s. Haut und Atmung). Zum anderen macht sie den Wurmkörper schlüpfrig, um das Kriechen durch die Erde zu erleichtern und die empfindliche Haut zu schützen (vgl. GRAFF 1983, S. 85)


Weitere Informationen:

  • Haut
  • Muskulatur
  • Atmung
  • Borsten

 

Literatur

FÜLLER, H. (1954): Die Regenwürmer. Die Neue Brehm-Bücherei, Heft 140 (Nachdruck). Wittenberg: A. Ziemsen Verlag.
GRAFF, O. (1983): Unsere Regenwürmer: Lexikon für Freunde der Bodenbiologie. Hannover: Schaper.