PROJEKT HYPERSOIL     Pfad: http://hypersoil.uni-muenster.de/1/02/55.htm
Modul: Boden - Werkstatt
Kapitel: Regenwurm-Werkstatt
Seitentitel: Experimente und Versuche mit Regenwürmern

Zur Erforschung des Regenwurmes, seiner besonderen Merkmale und Lebens­gewohnheiten sowie seiner Bedeutung für die Bodenentwicklung liegen zahlreiche Anregungen für die Arbeit mit unterschiedlichen Klassenstufen vor (s. Unterrichtsreihen).

Speziell für den fächerübergreifenden Unterricht in der Grundschule konzipiert ist die Lernwerkstatt „Rund um den Regenwurm“ von Jörn Oesterreich (s. http://www.grundschulideen.de (08.08.2007) → 3. Klasse: → Sachunterricht → Lernwerkstatt „Rund um den Regenwurm“). Sie basiert u.a. auf der „Regenwurm-Werkstatt“ (LOCKER 1999) und dem „Werkbuch Regenwürmer für Kindergarten und Grundschule“ (RUBZ 2001).

Einige Anregungen zur Beobachtung und Untersuchung von Regenwürmern sind in diesem Kapitel zusammengestellt. Er handelt sich dabei um mehrfach erprobte Untersuchungsvorschläge für die Primar- und Sekundarstufe I.

Zunächst einmal sollte für die Regenwürmer, mit denen man in der Schule arbeiten will, ein Terrarium eingerichtet werden. Hier können die Versuchstiere für einen begrenzten Zeitraum (etwa 4-6 Wochen) gehalten werden. – Schließlich können nur solche Tiere, die sich „wohl fühlen“ bzw. gesund sind, befriedigende Untersuchungs­ergebnisse liefern.

Anlage eines Regenwurm-Terrariums

Geeignete Behälter sind z.B. ein kleiner Plastikeimer (5-10 Liter) mit Deckel, ein Aquarium aus Kunststoff (etwa 20 Liter) oder ein ähnliches Gefäß.

Regenwurm-Terrarium (Foto: G. Hellberg-Rode)

Das Terrarium-Gefäß wird bis etwa 5 cm unter den Rand mit frischer Komposterde gefüllt. Dann werden etwa 30 Regenwürmer auf die Oberfläche gegeben, die an­schließend mit Rasenschnitt, Blättern, etwas Kaffeesatz und eventuell ein paar Haferflocken, Apfel- und Kartoffelschale bedeckt wird.

Hier kann man die Zusätze variieren, um festzustellen, welches Material Regen­würmer gerne fressen. Danach wird das Terrarium mit einem Deckel, Tablett o.ä. abgedeckt und an einen ruhigen, dunklen Ort gestellt.

Je nach Temperatur muss das Terrarium alle 2-4 Tage belüftet und eventuell mit einer Sprühflasche etwas befeuchtet werden. Gleichseitig sollte das Abdeckmaterial (Regenwurmfutter!) auf Schimmelbildung hin kontrolliert und ggf. ausgetauscht werden.

Ausgewählte Experimente und Versuche für die Arbeit im Unterricht:

  • V1: Länge und Gewicht
  • V2: Regenwurmbeobachtung
  • V3: Regenwurmwanderglas
  • V4: Wie kriecht der Regenwurm?
  • V5: Regenwurmborsten
  • V6: Wie verhält sich der Regenwurm im Wasser?
  • V7: Kann der Regenwurm riechen?

Hinweise zu den Experimenten und Versuchen:

Die aufgeführten Experimente und Versuche umfassen jeweils eine Arbeitsanleitung für die Schüler und z.T. noch ein zusätzliches Arbeitsblatt . Jede Arbeitsanleitung ist mit einer Kopfzeile versehen (s. Muster), in der sich Angaben über die Arbeitsform, den Arbeitsort und den Zeitbedarf finden. – Muster der Kopfzeile:

Länge und Gewicht
V 1
insgesamt 15 Minuten

Bei der Arbeitsform wird nach Einzelarbeit (), Partnerarbeit () und Gruppenarbeit () differenziert, beim Arbeitsort nach „drinnen“ ( ) und „draußen“ (). Bei den hier vorgeschlagenen Versuchen handelt es sich aber ausschließlich um solche, die für die Arbeit im Klassenraum konzipiert sind.

 

Literatur

LOCKER, C. (1999): Die Regenwurm-Werkstatt. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr.
RUBZ: Regionales Umweltbildungszentrum Lernstandort Noller Schlucht (Hrsg.) (2001): Werkbuch Regenwürmer für Kindergarten und Grundschule - 2. Auflage – Georgsmarien­hütte: Ed. Liberación.