PROJEKT HYPERSOIL     Pfad: http://hypersoil.uni-muenster.de/1/03/03.htm
Modul: Boden - Werkstatt
Kapitel: Assel-Werkstatt
Seitentitel: Körperbau

Asseln werden etwa 2-20 mm lang und haben eine längsovale Form. Charakteristisch ist ihr panzerartiges Außenskelett mit breiten, gürtelartigen Rückenschilden. Es besteht aus Chitin mit Kalkeinlagerungen, wodurch eine besonders große Festigkeit erreicht wird. Der meist abgeplattete Körper besteht aus mehreren Segmenten und lässt sich in drei Abschnitte unterteilen, die aber nicht deutlich voneinander abgesetzt sind (s. Abb.): Vorderteil (Cephalothorax), Brust (Peraeon) und Hinterleib (Abdomen).

Körperbau einer Mauerassel (Abb. verändert nach DUNGER 1964, S. 89)

Vorderteil (Cephalothorax)

Das Vorderteil oder der Cephalothorax (cephalos (griech.) = Kopf; thorax (griech.) = Brustpanzer, Brust) trägt den Kopf, der mit dem ersten Brust- bzw. Thoraxsegment verschmolzen ist. Er trägt zwei Antennenpaare, von denen ein Paar sehr klein ist. Deutlich sichtbar ist nur ein Antennenpaar, wodurch Asseln äußerlich den Insekten ähnlicher erscheinen als den Krebsen.

Wenn man die Assel von der Unterseite betrachtet, kann man die Mundwerkzeuge (Mandibeln und die 1. und 2. Maxille) mit einer Lupe erkennen. Seitlich am Kopf befinden sich die Facettenaugen.

Brust (Peraeon)

Die Gesamtheit der freien, nicht mit dem Kopf verwachsenen Brust- bzw. Thoraxsegmente wird als Mittelleib oder Peraeon bezeichnet. Das Peraeon besteht aus sieben freibeweglichen Brustringen, die jeweils mit einem Beinpaar besetzt sind. Alle 7 Beinpaare sind gleichartig gestaltet.


Hinterleib (Abdomen)

Das Abdomen besteht aus 6 Segmenten. An der Unterseite der Hinterleibssegmente befinden sich fünf Paar Gliedmaßen, die Pleopoden oder „Hinterleibsfüße“, die Kiemenanlagen zur Atmung enthalten.

Das letzte Segment, die sogenannte Schwanzplatte (Telson), läuft spitz zu und besitzt kein Extremitätenpaar. Es trägt aber seitlich und von oben sichtbar ein Gliedmaßenpaar, die sogenannten Uropoden (s. Abb.). Diese dienen bei den wasserlebenden Arten als Schwanzfächer und Steuer, bei landlebenden Arten als Tastorgan.

Hinterleibssegmente mit Telson und Uropoden (Foto: M. Buning)