PROJEKT HYPERSOIL     Pfad: http://hypersoil.uni-muenster.de/1/03/05.htm
Modul: Boden - Werkstatt
Kapitel: Assel-Werkstatt
Seitentitel: Ernährung

Asseln sind bezüglich ihrer Nahrung nicht sehr anspruchsvoll. Sie ernähren sich von Algen, Pilzen, Moosen, Blättern und Holz, Spinneneiern, Insektenkadavern und dem Kot anderer Tiere. Da die Nahrung im Darm nur unvollständig aufgeschlossen wird, fressen die Asseln ihren eigenen, stark zellulose- und ligninhaltigen Kot mehrmals wieder auf, um die darin enthaltenen Nährstoffe weiter zu verdauen.

Mit der Nahrung werden auch mineralische Bodenpartikel aufgenommen, die wie bei den Regenwürmern im Darm mit organischen Substanzen vermischt und als Ton-Humus-Komplexe ausgeschieden werden. Dadurch sind Asseln wesentlich an der Verbesserung der Bodenqualität beteiligt (s. Bodenbiologische Bedeutung).

Obwohl Asseln kräftig beißende Mundwerkzeuge besitzen, mit denen sie frisches Pflanzenmaterial und Holz zerkleinern können, bevorzugen sie abgestorbenes, feuchtes und schon leicht mikrobiell vorzersetztes Material, insbesondere Laubblätter. Dabei werden bestimmte Blattsorten ( z.B. Haselnuss und Erle) anderen (z.B. Buchenblätter) vorgezogen.