PROJEKT HYPERSOIL     Pfad: http://hypersoil.uni-muenster.de/1/04/02/11.htm
Modul: Boden - Werkstatt
Kapitel: Boden erleben & begreifen
Seitentitel: Unterrichtseinheit 11: Erdmasken

Erdmasken

Unterrichtseinheit 11

1-2 h

Mit verschiedenen Naturmaterialien, die uns „Mutter Erde“ schenkt, werden phantasievolle Gipsmasken gestaltet. Beim Gestaltungsvorgang ergibt sich eine zunehmende visuelle und haptische Sensibilisierung für die unterschiedlichen Materialqualitäten.

Anleitung

Material:
Gipsbinden (ca. 6-8 cm breit), ca. 1½ je Maske; Fettcreme; Schere; Wasser; Plastikschüsseln; Papiertaschentücher; Haarbänder; verschiedene Naturmaterialien; Decken zum Hinlegen; Tapetenkleister (dickflüssige Konsistenz); Pinsel.

Vorbereitung:
Die Naturmaterialien werden mit den Lernenden zusammen auf dem Schulhof, der Wiese oder im Wald gesucht. Dies bietet die Möglichkeit die Natur-Schätze des Lebensraums Bodens kennen zu lernen. Gesucht werden zum Beispiel verschiedenfarbige Erden, kleine Steinchen, Blätter, Samen, Früchte, Rinden, Gräser, leere Schneckenhäuser, Federn – kurz: alle Naturschönheiten, die auf dem Boden zu finden sind.

Durchführung:
Zunächst wird von jedem Kind eine Gipsmaske angefertigt (ausführliche Beschreibung s. KERSBERG/ LACKMANN 1994, S. 102-103).

Die Anfertigung der Gipsmaske ist eine etwas aufwendigere Aktion und lässt sich daher am besten draußen auf einer Wiese durchführen. Es werden Zweiergruppen gebildet. Jede Gruppe bekommt eine Decke zum Hinlegen, eine Plastikschüssel mit Wasser, 1-2 Gipsbinden, Papiertaschentücher, Fettcreme und Schere.
Die Gipsbinde wird in 3-4cm lange Streifen geschnitten, so dass schmale Streifen entstehen. Nun wird der Partner für die „Maskenbildung“ vorbereitet. Da der Mund geschlossen werden muss und somit nur noch durch die Nase geatmet werden kann, sollten die Schüler und Schülerinnen ganz ruhig auf dem Boden liegen. Wichtig ist es, eine dicke Schicht Fettcreme auf das Gesicht aufzutragen. Vor allem der Nasensteg und der Haaransatz sollten hier nicht vergessen werden. Die Haare werden ggf. zurück gebunden. Über die Augenbrauen wird zusätzlich ein dünnes Taschentuch gelegt.
Nun kann begonnen werden! Ein Gipsstreifen wird durch die Wasserschüssel gezogen und auf das Gesicht gelegt. Mit kreisendem Finger werden die Faserstrukturen der Gipsbinde glatt auf der Haut verrieben. Die Nasenöffnung sollte großzügig ausgespart werden. Die Augen werden nicht eingegipst, d.h. die Gipsbinde wird in ovaler Form um das Auge herumplatziert! Das Kinn wird ebenfalls ausgespart. Vorsicht auch am Haaransatz! Ist die Maske soweit angefertigt, sollte der Gips ca. 5-10 Minuten auf dem Gesicht trocknen. Die Maske wird danach mit einem Stirnrunzeln und „Bösem Blick“ schnell und unkompliziert von der Haut gelöst.

Zur weiteren Gestaltung wird die Maske mit Tapetenkleister bestrichen und mit den gesammelten Naturmaterialien beklebt. Die Masken können vorher auch noch mit selbst hergestellten Erdfarben (s. Erdfarben bemalt werden.

Literatur:

KERSBERG, H./ LACKMANN, U. (Hrsg.) (1994): Spiele zur Natur- und Umwelterfahrung. Ein Beitrag zur erlebbaren Umwelterziehung. Hamburg: Verlag Verband Deutscher Schullandheime.