Zahlreiche Vorgänge bei der Bodenbildung
und Bodenentwicklung sind von der Existenz und intensiven Lebenstätigkeit
einer möglichst vielfältigen Gemeinschaft von Bodenorganismen
abhängig. (s. Lebensgemeinschaften)
So sorgen die Bodenorganismen z.B. für die
Durchmischung des Bodens sowie den Abbau und die Umwandlung
der abgestorbenen organischen Substanz (z.B. Pflanzenwurzeln,
Blätter und andere Pflanzenreste, abgestorbene Tiere).
Dabei werden Mineralien und Nährsalze freigesetzt, die
Pflanzen, aber auch einige Tiere für ihr Wachstum und
ihre Entwicklung benötigen. Gleichzeitig werden stabile
Humusverbindungen aufgebaut, die die Bodenfruchtbarkeit
erhöhen und dem Boden eine braun-schwarze Färbung
verleihen.
Primär ist de Aktivität des Edaphons
ausschlaggebend für die Eigenschaften eines Bodens, für
seine Struktur, seine Gare und die Bodenfruchtbarkeit. Durch
die spezifischen Stoffwechselleistungen der verschiedenen
Bodenorganismen werden u.a. folgende Prozesse in der Bodenentwicklung
gefördert:
•
Biologische
Verwitterung:
Lösungsprozesse
am Ausgangsgestein durch Stoffwechselprodukte
•
Gefüge-/ Krümelbildung
Durchmischung organischer
Substanzen mit mineralischen Bodenpartikeln zu stabilen Ton-Humus-Komplexen
•
Lebendverbauung
Verfestigung der Bodenpartikel
und Erhöhung der Krümelstabilität
•
Mineralisation
Zersetzung und Abbau organischer
Substanzen zu anorganischen Verbindungen, die u.a. als Nährsalze
für Pflanzen wieder verfügbar werden.
•
Humifikation
Umwandlung abgestorbener
organischer Substanzen in stabile Humuskomplexe, welche die
Struktur und Fruchtbarkeit des Bodens verbessern.